Seit dem Ausbruch von Ebola ist das Gesundheitssystem Liberias schwer in Mitleidenschaft gezogen und in den Städten und Dörfern greifen Angst und Misstrauen um sich. Filmemacher Carl Gierstorfer und sein Team waren während des Ebola-Ausbruchs im ländlichen Liberia unterwegs und dokumentierten die Folgen der Epidemie.

Der Film geht der Frage nach, welche Spuren der verheerende Ebola-Ausbruch in Liberia hinterlässt, und er dokumentiert insbesondere dessen gesellschaftliche Auswirkungen. Das Gesundheitssystem des Landes ist schwer in Mitleidenschaft gezogen, in den Städten und Dörfern greifen Angst und Misstrauen um sich. So wird zum Beispiel der Familienvater Stanley Juah, der Ebola in sein Dorf brachte, nun für den Tod von 14 Menschen verantwortlich gemacht – seine letzte Hoffnung ruht auf einem Pastor, der zu vermitteln versucht und die Dorfgemeinschaft um Vergebung für Juah bittet. Auch Helfer wie die Ambulanzkrankenschwester Mabel Musa verzweifeln mitunter an ihrer gefährlichen Arbeit. Musa bekommt unmittelbar mit, wie ihr Land beginnt, an der Epidemie zu zerbrechen – aber sie sieht auch Möglichkeiten, die gravierenden Folgen zu überwinden und das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft wiederherzustellen. In der Krise sind es neben den internationalen Helfern vor allem die Einheimischen, die wichtige Arbeit vor Ort leisten, da sie das Land und seine Traditionen kennen. Filmemacher Carl Gierstorfer und sein Team waren während des Ebola-Ausbruchs im ländlichen Liberia unterwegs, um die Arbeit der Helfer vor Ort, die Probleme bei der Bekämpfung der Epidemie und die Nachbeben des Ausbruchs festzuhalten. Es war ihm vor allem wichtig, die für die einfache Bevölkerung entstehenden Konsequenzen zu veranschaulichen. So werden nicht nur die Maßnahmen beschrieben, die für einen schnellen Sieg gegen Ebola nötig wären, sondern es wird vor allem auch ein Eindruck davon vermittelt, was die Epidemie den Menschen bis heute abverlangt.

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